PM Silvester

 

Silvester – Auch in diesem Jahr Schreckensnacht für Tiere

Trotz des Verkaufsverbots für Feuerwerk sollten sich Tierhalter darauf einstellen, dass in der Silvesternacht kräftig geknallt wird. Es gibt leider zu viele rücksichtslose und egoistische Menschen, die auch im Corona-Jahr noch nicht erkannt haben, was wirklich wichtig ist im Leben und sich auf die eine oder andere Art und Weise Raketen und Böller besorgt haben. Wie in den vergangenen Jahren wird sicherlich auch schon vor dem 31.12. und nach dem 31.12. Feuerwerk entzündet. Die Knallerei versetzt Millionen Haustiere und Wildtiere in Todesangst.

Da viele Tiere durch das Zünden von Feuerwerkskörpern in Panik geraten und verloren gehen oder bleibende Schäden erleiden, bittet der Tierschutzverein Herford e.V. alle Tierhalter rund um Silvester um folgende Maßnahmen, die besonders für ängstliche Tiere durchgeführt werden sollten.

- Lassen Sie Katzen und Hunde keinesfalls frei herumlaufen, Freigängerkatzen sollten in dieser Nacht unbedingt im Hause bleiben. Tiere können durch den Lärm derart in Panik geraten, dass sie kopflos davon laufen und nicht mehr nach Hause finden. Vogel- und Kleintierkäfige sollten weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein dunkles Tuch abgedeckt werden.

- Hunde sollten keinesfalls im Zwinger bleiben oder draußen angebunden sein.

- Bereits am Silvesterabend sollten die Tiere in einem Raum untergebracht werden, wo sie möglichst wenig von dem Lärm mitbekommen. Bieten Sie Ihrem Tier einen kuscheligen Rückzugsort oder eine Versteckmöglichkeit für die Zeit des Feuerwerks. Man sollte die Fenster schließen und Jalousien herunterlassen und z. B. durch Musik von der Knallerei ablenken.

- Eine den Tieren bekannte Person sollte während des Feuerwerks bei ihnen sein, Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen und so durch “Stimmungsübertragung” signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Keinesfalls sollte der ängstliche Vierbeiner bedauert oder getröstet werden. Hierdurch verstärkt man seine Furcht. Ängstliches Verhalten darf aber auch niemals bestraft werden, denn hierdurch steigt die ohnehin hohe Stressbelastung ebenfalls. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spiele-Rituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und vermeintliche Stress-Situationen in eine entspannte Atmosphäre verwandeln.

- Durch verschiedene Nahrungs-Ergänzungsmittel zur Stärkung des Nervenkostüms (z. B. Relaxan oder Sedarom) oder die Verabreichung von Pheromonen (z. B. Feliway oder Adaptil) können Ängste bei Hunden und Katzen vermindert werden. Diese Präparate sind beim Tierarzt erhältlich und sollten schon einige Tage vor Silvester verabreicht werden. Für ganz besonders extreme Fälle haben Tierärzte auch entsprechende Medikamente vorrätig. Es ist darauf zu achten, dass die Tiere keine Medikamente bekommen, die sie nur bewegungsunfähig und äußerlich ruhig machen, aber nicht gegen die empfundene Angst wirken. Derartige Produkte mit dem Wirkstoff Acepromazin (Vetranquil, Calmivet, Prequillan und Sedalin) sollten an Silvester nicht angewendet werden.

- Auch alle anderen Haustiere sollten vor den akustischen und optischen Reizen des Feuerwerkes geschützt werden. Weidetiere sollten in einem Stall untergebracht werden.

Wir appelieren an alle Tierfreundinnen und Tierfreunde: Verzichten Sie aus Gründen des Tier-, Natur- und Umweltschutzes auf die sinnlose Knallerei und begrüßen Sie das Neue Jahr lieber nur mit dem „Knallen“ von Sektkorken (auch in alkoholfreier Variante).

Unter dem Motto "Futter statt Böller" können Sie mit einer weiteren guten Tat in das Jahr 2021 starten, in dem Sie eine Spende auf unser Konto bei der Sparkasse Herford

IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00 überweisen.

Als guten Vorsatz für das Jahr 2021 bitten wir die Menschen der Region, sich vorzunehmen, ihren Konsum von Fleisch, Milchprodukten und Eiern zu reduzieren. Nur hierdurch ist eine notwendige Verminderung der sogenannten Nutztiere und somit wesentlich bessere Haltungsbedingungen zu erreichen. Wie wichtig der Tierschutz ist, machte auch der WHO - Chef mit seiner Aussage zu Pandemien deutlich: „Alle Versuche, die Gesundheitssituation in der Welt zu verbessern, sind zum Scheitern verurteilt, solange der Mensch nicht wirksam gegen den Klimawandel und für den Tierschutz eintritt.“

Viele Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe und Covid-19 sind tierischen Ursprungs. Die Menschen müssen ihr Verhalten dem Mitgeschöpf Tier gegenüber drastisch verändern, um das Risiko für zukünftige Pandemien zu minimieren.

Bitte kämpfen Sie mit Messer und Gabel für eine bessere Welt!“

Wir sagen im Namen aller Vierbeiner und Gefiederten ganz herzlichen Dank und wünschen Ihnen einen guten Rutsch und eine sanfte Landung im Jahr 2021.

Tierschutzverein Herford e. V.

R. Siekkötter

 

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