PM April 2021

Der Tierschutzverein Herford appelliert an alle Hunde- und Katzenbesitzer, Bello und Mieze in den nächsten Monaten sehr intensiv zu beaufsichtigen und zu betreuen, um die Kinderstube von Mutter Natur nicht zu stören. Die Brut- und Setzzeit hat begonnen und jeder Hunde- und Katzenhalter sollte alles dafür tun, um die vierbeinigen und gefiederten Eltern und Kinder nicht zu beunruhigen. Katzenhalter sollten ihre Samtpfoten mehr im Hause halten und mit Leckerbissen, Streicheleinheiten und Spielen verwöhnen. Hundehalter sollten ihre Vierbeiner nicht von der Leine lassen, wenn diese bei Begegnungen mit Wildtieren nicht zuverlässig gehorchen, sondern sie an einer Schleppleine führen.

Viele Herrchen und Frauchen beschäftigen sich während der Spaziergänge mit ihren Handys, anstatt mit ihren Hunden. Hierdurch merken sie oft viel zu spät, wenn ihr Vierbeiner ein Wildtier entdeckt oder eine Fährte aufgenommen hat und sich auf Abwege begibt. Viele Zwischenfälle im Zusammenhang mit Wildtieren könnten vermieden werden, wenn die Hundebesitzer ihre Tiere genau beobachten und sich während des Spaziergangs intensiv mit ihnen befassen würden.

Wildtiere können nicht unterscheiden, ob sich ihnen ein „der-tut-nix-Hund“ nähert oder ob der Vierbeiner ihnen an den Kragen gehen will. Sie werden in jedem Fall in Todesangst versetzt, wenn freilaufende Hunde über Felder und Wiesen toben. Der Tierschutzverein Herford e. V. richtet einen dringenden Appell an alle Hunde- und Katzenhalter, auf die ohnehin stark gebeutelten Wildtiere größtmögliche Rücksicht zu nehmen.

 

Der Tierschutzverein Herford e. V. kümmerte sich im vergangenen Jahr wieder um eine Vielzahl von in Not geratenen Wildtieren. Auch in diesem Jahr sind bereits mehrere Tierkinder wie z. B. Eichhörnchen und junge Feldhasen in die Obhut der Tierschützer gekommen. Leider werden junge Feldhasen besonders häufig Opfer falsch verstandener Tierliebe und als vermeintliche „Waisenkinder“ von besorgten Tierfreunden eingesammelt. Viele Menschen wissen nicht mehr, dass es zur Überlebensstrategie dieser Tierart gehört, dass die Mutter nur ein- bis dreimal täglich ihre Jungen zum Säugen aufsucht und diese die meiste Zeit alleine sind. Eltern sollten dieses Wissen auch ihren Kindern vermitteln, damit ihr Nachwuchs über die natürlichen Verhaltensweisen von Wildtieren Bescheid weiß.

 

Zu Beginn des Frühlings holen sich viele Menschen Frühlingsblumen ins Haus, entweder als Topfpflanzen oder als bunte Sträuße. Tierhalter sollten hier große Vorsicht walten lassen, da alle Frühblüher wie z. B. Primeln, Osterglocken, Schneeglöckchen, Hyazinthen und Tulpen mehr oder weniger giftig für Hunde, Katzen, Nager und Vögel sind. Wer Tiere im Haus hat, sollte auf derartigen Blumenschmuck verzichten oder ihn so platzieren, dass er für Vierbeiner und Gefiederte absolut unerreichbar ist. Besonders gefährdet sind Wohnungskatzen und junge Hunde.

 

 

Neues aus dem Tierheim:

 

Nero

Nero kam als Abgabetier in unsere Obhut und konnte zügig vermittelt werden. Leider haben sich nun die Lebensumstände der neuen Besitzer geändert und Nero musste unverschuldet zu uns zurück ins Tierheim ziehen. Der vier Jahre alte Rüde soll eine Kreuzung zwischen Mops, Bulldogge und Wolfsspitz sein. Da zwei Qualzuchtrassen zu seinen direkten Vorfahren gehören, verwundert es nicht, dass er nach kurzer Anstrengung wie eine Lokomotive schnauft. Ansonsten ist Nero sehr freundlich und aktiv und zeigt viele typische Verhaltensweisen eines Mopses. An seiner Leinenführigkeit muss allerdings noch gearbeitet werden, denn dass am anderen Ende der Leine jemand den Weg weist, hat Nero vergessen, sobald es los geht. Weiterhin ist auch noch einiges in der allgemeinen Erziehung nachzuholen. Hier sind Hundefreunde gefragt, die Zeit haben den quirligen kleinen Kerl auszulasten und ihn konsequent und liebevoll erziehen. Kinder in der neuen Familie sollten standfest sein, andere Hunde stellen von Neros Seite kein Problem dar. Katzen sollten nicht im neuen Zuhause wohnen

Wo findet der Wirbelwind ein endgültiges neues Zuhause?

 

Kelly und Marit

Kelly und Marit sind die besten Freundinnen und suchen zusammen ein neues Zuhause.

Die kleine Kelly ist im Bünder Tierheim geboren. Alle ihre Geschwister sind inzwischen vermittelt, nur Kelly ist übrig geblieben. Marit dagegen hat ihre Kitten im Tierheim groß gezogen, doch auch diese sind schon alle in „die weite Welt“ hinausgezogen und nur „Mama“ ist noch im Tierheim. In einer Katzenstube haben sich Kelly und Marit angefreundet und es zeigte sich rasch, das dies eine echte enge Mädels-Freundschaft ist. Aus diesem Grunde möchten wir die beiden auch nicht trennen und hoffen, das wir ein neues Domiz finden, in das beide Samtpfoten einziehen können. Wer möchte Kelly und Marit ein neues Zuhause geben?

 

Carlson und Doris

Wellensittichpaar Carlson und Doris kamen als Abgabetiere zu uns. Nun suchen wir ein neues Zuhause bei Vogelfreunden, wo beide zusammen einziehen können, denn wir möchten sie nicht trennen. Möglich wäre auch, die zwei in eine Gruppe zu integrieren. Wellensittiche sind sehr soziale Tiere und sollten daher mindestens paarweise oder in Gruppen gehalten werden. Weiterhin benötigen sie ausreichend Platz zum Fliegen und abwechslungsreiche Beschäftigung sowie eine abwechslungsreiche Nahrung für ein glückliches Vogelleben. Wo ist noch ein Plätzchen für zwei frei?

 

Für unsere vielen vierbeinige Sorgenkinder im Tierheim werden Paten gesucht, die durch Spenden helfen, Kost, Logis und medizinische Versorgung der Vierbeiner sicherzustellen. Entsprechende Vordrucke sind im Tierheim und auf unserer Homepage erhältlich.

Tierfreundinnen und Tierfreunde können die wichtige Arbeit der Tierschützer ebenfalls durch eine einmalige Spende unterstützen. Dringend benötigt werden auch Zuwendungen, um unseren Gastank wieder aufzufüllen, damit unsere Schützlinge weiterhin ein warmes Plätzchen haben. Der Tank ist jetzt wieder voll, die entsprechende Rechnung beträgt 3.125,75 Euro!

Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:

Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.

(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben).

Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

 

Tierschutzverein Herford e.V.

Renate Siekkötter

 

 

 

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