Schweinefleisch-Boykott

 Aufruf zum Schweinefleisch-Boykott

Der im September 2022 publik gemachte Tierschutzskandal bei Schweine-Zulieferbetrieben der Firma Westfleisch zeigt einmal mehr, wie dringend notwendig der Paradigmenwechsel bei der Nutztierhaltung in der Landwirtschaft ist. Der Tierschutzverein Herford e.V. wartet immer noch auf den Beginn der Agrarwende. Der zuständige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ist fast ein Jahr im Amt, aber welche Schritte hat er bisher eingeleitet? Ist der Minister nur ein Papiertiger?

Fast alle deutschen Politiker sind zu feige, um den Wählern deutlich zu machen, was diese an ihren Lebensgewohnheiten ändern müssen, um Tierleid zu vermeiden und ihre Gesundheit, die Umwelt und das Klima zu schützen.

Freiwillige Selbstkontrolle funktioniert bei der breiten Masse nicht. Die Politiker müssen handeln und zwar schnell! Als erste Maßnahme dürfen keine neuen Mastställe mehr genehmigt werden!

Der Tierschutzverein Herford e.V. ruft die Verbraucher dringend auf, ihren Fleischkonsum deutlich zu reduzieren und mit einem Schweinefleisch-Boykott zu beginnen. Es ist unmöglich, die Unmengen an Fleisch und Wurst die bei uns gegessen werden, in einer auch nur annähernd „artgerechten“ Tierhaltung zu produzieren. Jeder Fleischesser muss sich deutlich vor Augen führen, dass er eine erhebliche Mitschuld an den Schmerzen und den unsäglichen Leiden der Nutztiere trägt.

Gerade Schweine haben mindestens die gleichen kognitiven (geistigen) Fähigkeiten wie Hunde. Wie würden die Fleischesser wohl reagieren, wenn Hunde auf die gleiche Art gequält würden?

Wie kann man die Leiden der Schweine und anderer Nutztiere einfach ausblenden?

Die Äußerungen von Westfleisch zu diesen Fällen sind ein absoluter Witz und wären zum Lachen, wenn die Angelegenheit nicht so todtraurig wäre. Die Verletzungen der Tiere sind bei Ankunft in den Westfleisch-Schlachthöfen doch nicht spurlos verschwunden! Den Verantwortlichen bei Westfleisch ist, entgegen ihrer vollmundigen Werbeversprechen, das Tierwohl komplett egal. Fleischkonzerne wie Westfleisch interessiert doch nur die Gewinnmaximierung!

(siehe Fotos - Bildquelle ist das Deutsche Tierschutzbüro e.V.)

Der Tierschutzverein Herford e.V. rät den Verbrauchern:

Mit dem „Flotten Dreier“ schaffen Sie ganz leicht den Einstieg zur Reduzierung Ihres Fleischkonsums.

Bei drei Mahlzeiten täglich essen Sie eine Mahlzeit vegan, eine Mahlzeit vegetarisch und eine Mahlzeit mit Fleisch, Wurst, Fisch oder Meeresfrüchten. Das tut nicht nur den Nutztieren, sondern auch Ihrer Gesundheit, der Natur und dem Klima gut!

Tierschutzverein Herford e.V.

Renate Siekkötter

 

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