Pressemitteilung Dezember

Die ab 22. November 2022 gültige Gebührenordnung für Tierärzte bereitet den Aktiven des Tierschutzvereins Herford e. V. und des Bünder Tierheims große Sorgen. Die Tierarztkosten steigen hierdurch in einem erheblichen Ausmaß. Die Tierschützer raten den Menschen, sich keine Tiere anzuschaffen, wenn sie keine größeren finanziellen Spielräume oder Rücklagen haben. Das gilt insbesondere im Hinblick auf die „lebenden Geschenke“ zum bevorstehenden Weihnachtsfest. Die Tierschützer empfehlen den Tierhaltern, sich eine Tierarztpraxis zu suchen, die nur den einfachen Gebührensatz der GOT abrechnet. Fündig wird man eher im ländlichen Bereich als in der Stadt. Kleine Praxen, die nicht so aufwendig ausgestattet sind, sind bei Routinebehandlungen wie Entwurmungen, Impfungen, Kastrationen und ähnliches häufig günstiger, da sie ganz anders kalkulieren können. Es wird befürchtet, dass es durch die neue Gebührenordnung wieder zu einer Katzenschwemme kommt, wie Anfang der 2000-er Jahre. Mit der Gebührenordnung von 1999 war es den Tierärzten erstmals bei Androhung von Strafen untersagt worden, den einfachen Gebührensatz zu unterschreiten. Im Kreis Herford besteht seit Juli 2011 die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen. Bei weiblichen Tieren werden die Kosten für Kastration und Tätowierung bei gut 200 Euro liegen, bei männlichen Tieren bei gut 100 Euro. Tierhalter /innen sollten prüfen und genau überlegen, ob es sich rechnet, für ihr Tier eine Krankenversicherung oder zumindest eine OP-Katzen-Versicherung abzuschließen. Bei älteren Tieren kann es sinnvoller sein, jeden Monat einen größeren Geldbetrag zurückzulegen. Wichtig ist, das Kleingedruckte in den Versicherungsbedingungen ganz genau zu lesen. Die Zeitschrift Finanztest hat z. B. 59 Katzen-Operationskosten-Versicherungen untersucht. Mehr kann man dazu auch unter test.de/katzen-op-versicherung erfahren.

Wenn es wirklich mal finanziell ganz eng wird, kann man den Tierarzt auch auf eine Ratenzahlung der entstehenden Kosten ansprechen.

Aber wesentlich teurer als vor dem 22. November 2022 wird es auf jeden Fall! Hierauf müssen sich alle Tierhalter /innen schon jetzt einstellen und entsprechende Vorsorge treffen.

 

Neues aus dem Tierheim:

Yukon

Yukon wurde im April 2022 als Fundkatze in einer Bünder Tierarztpraxis abgegeben. Der Kater ist sehr menschenbezogen und innerartlich sehr gut sozialisiert. Yukon ist im besten Katzenalter ist. Leider stellte sich bei einer Blutuntersuchung heraus, dass er FIV-positiv ist. Somit kommt für ihn nur ein Zuhause in reiner Wohnungshaltung in Frage. Dort sollte bereits ein ebenfalls FIV-positiver Artgenossen wohnen, denn alleine möchte Yukon nicht sein. Natürlich ist er entwurmt, kastriert, geimpft und gechipt.

Cocos und Biscuit

Cocos kam am 27.05.2022 als Fundtier in unsre Obhut, auf dem gleichen Wege kam auch Biscuit zu uns. Die niedlichen Zwergkaninchen sind sehr sozial und wünschen sich ein gemeinsames neues Zuhause. Wo sind Kaninchenfreunde die ihre Mümmelmann-Bande vergrößern möchten? Cocos und Biscuit freuen sich schon darauf, dass sie bald gemeinsam buddeln, flitzen und rennen können.

Cassy und ihre Kitten

Katzenmama Cassy wurde uns als Fundtier gebracht. Sie war hochtragend und brachte bei uns im Tierheim 3 Kitten zur Welt. Die Katzen-Teens Cedric, Carla und Cecile sowie ihre Mutter Cassy sind nun geimpft, kastriert und gechipt und suchen ein neues Zuhause in Wohnungshaltung bei Katzenfreunden.

Für unsere vielen Katzenbabys benötigen wir weiterhin dringend Nassfutter (siehe auch unsere Homepage) sowie Impfpatenschaften für die kleinen Racker.

Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:

Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.

(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben) oder per PayPal über unsere Homepage.

 

Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

 

Tierschutzverein Herford e.V.

Renate Siekkötter

 

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