Tierfreundliche Weihnachten

Zunächst wollen die Tierschützer auf die Vergiftungsgefahren hinweisen, die von Zimmerpflanzen, Nadelholzzweigen und Weihnachtsdekoration für unsere Haustiere ausgehen.

Als Beispiele sind Amaryllisgewächse, Christrosen, Christdorn, Weihnachtssterne, Efeu, Alpenveilchen, aber auch Lebensbaum, Eiben und Mistelzweige in Gestecken zu nennen. Diese Pflanzen stellen eine tödliche Gefahr für Haustiere dar. Weitere Informationen sowie eine „Giftliste“ können auf der Homepage des Tierschutzvereins Herford www.tierschutzverein-herford.de eingesehen werden. Aber auch Dekoartikel und Weihnachtsschmuck, wie Lametta und aus ähnlichem Material gefertigte Gegenstände können zu schwersten Vergiftungen (z.B. Bleivergiftung) führen.

 

 

Trotz intensiver Aufklärungsarbeit durch die Tierschutzorganisationen wurden und werden gerade in der Weihnachtszeit sehr häufig Tiere unüberlegt ins Haus geholt. Nur wer einem Tier ein lebenslanges, artgemäßes Zuhause bieten kann, sollte sich überhaupt mit dem Gedanken befassen, ein Tier anzuschaffen. Tiere kosten Zeit und Geld, außerdem muss auch der Platz dafür vorhanden sein.

Dringend gewarnt werden muss vor Tierkäufen über Internetportale, wie z.B. Ebay Kleinanzeigen. Viele der Angebote stammen aus dem illegalen Tierhandel und die Tiere sind krank oder verhaltensgestört. Die dann anfallenden Tierarztkosten können sich schnell auf viele Hundert Euro summieren. Jeder der ein Tier bei sich aufnehmen möchte, hat die Möglichkeit, sich durch Literatur oder im Internet ausführlich über die Haltungsansprüche zu informieren. Auch der Tierschutzverein Herford e.V. mit seinem Bünder Tierheim bietet entsprechende Beratungsgespräche an. Im Tierheim warten einige Hunde, viele Katzen – groß und klein – Kaninchen und Rassetauben auf passende Zuhause. Sie werden allerdings nicht als Weihnachtsgeschenke abgegeben.

 

Im weihnachtlichen Konsumrausch sollte jeder Mensch, der sich für einen Tierfreund hält, ein äußerst kritischer Verbraucher sein, wenn es um tierische Produkte geht. Das gilt für Lifestyle-Produkte, Kleidung (Pelz, Kaschmir und Wolle jeder Art) und Lebensmittel. Bei der Auswahl des Weihnachtsessens wäre es überlegenswert, nur an einem Feiertag Fisch oder Fleisch zu essen und an den anderen Feiertagen vegetarische oder vegane Leckereien zu genießen. Rezepte hierzu finden sich in vielen Zeitschriften und massenhaft im Internet. Durch die Verringerung des Verzehrs tierischer Produkte leistet man einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Wer unbedingt Gänse- oder Entenbraten verzehren möchte, sollte nur deutsche Produkte wählen und bereit sein, den entsprechend hohen Preis dafür zu zahlen. Die zahlreichen Billigangebote der Supermärkte und Discounter stammen allesamt aus dem Ausland, wo die Tiere unter schlimmsten tierquälerischen Bedingungen gehalten worden sind (Lebendrupf und Zwangsfütterung). Auch der Gänsebraten im Restaurant stammt, bis auf wenige Ausnahmen, von osteuropäischer Billigware.

 

Die haupt- und ehrenamtlichen Tierschützer wünschen allen Tierfreundinnen und Tierfreunden sowie ihren tierischen Lieblingen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit viel Entspannung, Gemütlichkeit und Kuscheleinheiten.

 

Tierschutzverein Herford e.V.

Renate Siekkötter

 

 

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