Gefahren für Haustiere zur Winter-, Advents- und Weihnachtszeit

Wegen der bevorstehenden kalten Jahreszeit lassen auch Tierhalter ihre Autos mit Frostschutzmittel für Autoscheiben-Waschanlagen und Kühler winterfest machen. Zusätzlich benutzen sie Scheiben-enteiser und haben kleine Flaschen mit Türschlossenteiser in der Jackentasche. All diese Mittel enthalten den hochgiftigen Bestandteil Ethylenglykol und können zur tödlichen Gefahr für Hunde und Katzen werden, wenn diese Kanister oder Flaschen aufbeissen, um an die süß schmeckende Flüssigkeit zu kommen.  Aus diesem Grund sollten Behältnisse mit Ethandiol oder ähnlichen Substanzen stets ausser Reichweite von Tieren aufbewahrt werden, damit es zu keinen Vergiftungen kommen kann.

Weitere Gefahren gehen von Advents- und Weihnachtsschmuck aus, der häufig Zweige hochgiftiger Nadelholzgewächse wie z. B. Eibe oder Lebensbaum enthält. Weitere giftige Pflanzen der Saison sind Alpenveilchen, alle Amaryllisgewächse, Misteln und Weihnachtssterne. Aber auch Lametta und ähnliche Glitzerartikel und Kerzenwachs sind gefährlich für Hunde, Katzen, Vögel und Nager. Ebenso kann der Verzehr von Schokolade Tiere sehr schnell in Lebensgefahr bringen. Alle Tierhalter werden zu besonderer Vorsicht und Achtsamkeit aufgerufen, damit ihre Vierbeiner und Gefiederten keinen Schaden nehmen. Sollte es doch trotz aller Vorsicht zu einem Vergiftungsfall kommen, ist schnellst-möglich ein Tierarzt aufzusuchen.

Ein weiteres unterschätzes Risiko sind alle Formen von Plastiktüten und -Verpackungen. Besonders gefährlich sind z. B. Chipstüten, Cornflakestüten oder andere „Kunststoff-Umhüllungen“ von Lebens- oder Futtermitteln. Die Tiere können sich fast nie wieder aus den Tüten befreien, da sie innerhalb weniger Minuten ersticken.  Deshalb sollte man diese Dinge für Tiere unerreichbar aufbewahren.

Zur Zeit wird wieder verstärkt Gänse- und Entenfleisch aus Polen und Ungarn angeboten. Da die Tiere dort „gestopft“, also zwangsweise gefüttert werden, sollte jeder, der sich für einen Tierfreund hält, auf derartig tierquälerisch erzeugte Produkte verzichten. Auch ist der „Lebendrupf“ in diesen Ländern üblich, um Daunen für Daunenjacken und -westen zu gewinnen. Helfen kann man den Tieren nur durch Verzicht auf diese Artikel und die damit verbundene ausbleibende Nachfrage. Der Verbraucher hat die Macht !

Neues aus dem Tierheim:

 

Crisby

Die Meerschweinchendame Crisby wurde Anfang November bei uns im Tierheim abgegeben, da ihr Partner verstorben war und die Tierhalterin keinen neuen Artgenossen bei sich aufnehmen wollte. Die kleine, etwas schüchterne Nagerin wurde 2016 geboren. Nun ist Crisby im Moment alleine und das soll auf keinen Fall so bleiben. Daher suchen wir für das niedliche Nager-Mädel ein neues Zuhause. Dies könnte entweder bei einem kastrierten Böckchen, einem anderen Meerschweinchenmädel oder in einer größeren Gruppe mit ausreichend Platz, Unterschlupf-möglichkeiten und Auslauf sein, denn Meerschweinchen toben und laufen gerne.  Auf keine Fall möchte Crisby einzeln gehalten werden, denn die niedlichen Nager sind Rudeltiere und brauchen unbedingt Artgenossen für ein glückliches Meerschweinchenleben. Sollte in Crisby´s neuem Zuhause jedoch nur Kaninchen wohnen, so sind diese für Meerschweinchen kein Ersatz, denn Meerschweinchen und Kaninchen können nicht miteinander kommunizieren (Meerschweinchen verständigen sich durch eine „Lautsprache“ und Kaninchen durch Körpersprache). Bei welchem Meerschweinchen-Freund kann Crisby einziehen.

Uma und ihre Kinder

Katzenmutter Uma kam tragend in unsere Obhut und brachte am 21.06.2018 fünf Kitten zur Welt. Vermutlich waren es ihre ersten Babys, da sie in den ersten Wochen nach der Geburt einen überforderten Eindruck machte und besonders intensive Betreuung durch die Tierpfleger benötigte. Ulla, Ulita, Ury, Uno und Uriel haben sich prächtig entwickelt und suchen nun Menschen zum Liebhaben. Auch Uma wartet auf ein neues Zuhause. Für die sehr menschenbezogenen Miezen wünschen wir uns Katzenfreunde, die sie nur in der Wohnung halten und entweder schon einen ver-träglichen Artgenossen haben oder zwei der sechs Stubentiger bei sich aufnehmen möchten.

Aurora und Milo

Die Malinois-Hündin Aurora und der Cocker-Retriever-Mischling Milo kamen am 06.11.2018 als Abgabetiere zu uns. Sie sind sogen. „Scheidungswaisen“ und ihre Halterin trennte sich schweren Herzens von den beiden Vierbeinern, da sie es zeitlich und finanziell nicht mehr schaffte, für die Tiere angemessen zu sorgen. Aurora ist 2012 geboren, Mailo 2009. Beide Hunde haben viele positive Eigenschaften. Die Tierheimmitarbeiter müssen die beiden aber noch intensiver kennenlernen, um zu erfahren, welche Haltungsansprüche sie an ihre neuen Menschen stellen werden.  Ebenso stehen jetzt noch tierärztliche Untersuchungen, Behandlungen und Impfungen an.

Wer hilft uns bei der Finanzierung von Kost, Logis und Tierarztkosten für unsere tierischen Schützlinge?

Für unsere zahlreichen Katzenkinder suchen wir weiterhin dringend Impfpaten. Für entsprechende Überweisungen mit dem Stichwort „Impfpatenschaft“ steht das Spendenkonto des Tierschutzvereins Herford e. V. bei der Sparkasse Herford, IBAN: IBAN DE45 4945 0120 0000 0414 00, BIC: WLAHDE44 zur Verfügung.

Spender werden gebeten, immer ihre Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ zu vermerken, damit eine entsprechende Spendenbescheinigung zugesandt werden kann. Weitere Infos sind dieser Homepage und der Facebook-Seite des Vereins (Tierheim Bünde) erhältlich.

Jeder Euro ist so wichtig! Allen Spenderinnen und Spendern wird sehr herzlich gedankt.

Tierschutzverein Herford e. V.
Renate Siekkötter

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