Neues aus dem Tierheim Bünde

Ein besonders arbeitsreicher Sommer ist wie im Flug vergangen und bald zieht der Herbst ins Land. Nun dauert es auch nicht mehr lange bis zum 2. Tag der offenen Tür im Tierheim Bünde. Zum Ausklang der Welt-Tierschutzwoche findet diese Veranstaltung am Sonntag den 07. Oktober 2018 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr statt. Die Tierschützer haben sich wieder ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Neben Informationen zu aktuellen Tierschutzthemen und der 20-jährigen Tierheim-Geschichte gibt es ein buntes Programm für Jung und Alt. Highlight der Veranstaltung werden sicherlich die für 13.00 und 15.00 Uhr geplanten Vorführungen von Amy dem Appenshepherd und ihrer Tochter Zasou (bekannt durch Film und Werbung) sein. Zahlreiche Informations- und Verkaufsstände runden die Veranstaltung ab. Für die geplante Tombola werden noch gerne Sachpreise und Gutscheine entgegen genommen. Für das leibliche Wohl ist, wie immer, bestens gesorgt, insbesondere gibt es viele vegane Leckereien und Kostproben.

Der Tierschutzverein Herford fordert seit langem einen Paradigmenwechsel von der industriellen Landwirtschaft in Richtung einer tier- und umweltfreundlichen Landwirtschaft. So wie der Atomausstieg in Angriff genommen wurde, muss es auch den längst überfälligen Ausstieg aus der industriellen Landwirtschaft geben.

Die Mengen an Fleisch, Eiern und Milchprodukten, die bei uns verzehrt werden, lassen sich niemals in artgerechter Tierhaltung erzeugen, sondern nur in industrieller, tierquälerischer Massentierhaltung. Hierdurch werden nicht nur abermillionen leidensfähiger Mitgeschöpfe unsagbar gequält, die Massenhaltung der sogennanten Nutztiere ist auch eine der Hauptursachen für den Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt. Ein dramatischer Rückgang bei Insekten und Vögeln und unterernährte Fledermäuse sind erst der Anfang.

Die größten Probleme dieser Welt, nämlich Klimawandel, Umweltzerstörung und Hunger, ließen sich schon allein dadurch wesentlich entschärfen, wenn man den Bestand der sogennanten Nutztiere halbieren würde.

Die haupt- und ehrenamtlichen Aktiven möchten den Tierfreunden der Region Tipps, Informationen und Anregungen für ihre Lebensgestaltung geben und ihnen zeigen, wie man mit vielen kleinen Schritten im Tier- Natur- und Umweltschutz viel erreichen kann. Das trägt zu einem guten Gewissen und somit zu einem positiven Lebensgefühl bei.

Neues aus dem Tierheim Bünde:

Der Sommer geht zwar dem Ende entgegen, aber die „Hochsaison“ im Tierheim dauert noch an. Es vergeht kein Tag, an dem keine Tiere aus Notsituationen in Obhut genommen werden müssen.

So ist zum Beispiel die Anzahl der Unfallkatzen in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Am 22.08.18 wurde ein Katzenbaby mit einer komplizierten Beinfraktur im Schweichelner Berg in Hiddenhausen gefunden. Das verletzte Beinchen der kleinen Sheerin musste amputiert werden. Im Hause der Tierheimleiterin Kathrin Sander wird das Katzenkind jetzt gesund gepflegt.

Am 31.08.18 wurde ein junger Norwegischer Waldkater ins Tierheim gebracht. Die Untersuchung ergab ebenfalls einen komplizierten Bruch des linken Hinterbeines, der aber entsprechend aufwändig operiert werden konnte. Valentin erholt sich jetzt in der Krankenstation von der Operation.

Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich in der Nacht vom 04.09.2018 um circa 00:30 Uhr auf der Ahler Straße in Bünde. Dort wurden gleichzeitig zwei Katzen angefahren. Der Unfallfahrer fuhr einfach weiter, ohne sich um die verunfallten Tiere zu kümmern. Anwohner verständigten die Rufbereitschaft des Tierschutzvereins Herford über die Kreisleitstelle der Feuerwehr. Als Tierheimmitarbeiterin Alina Borkent zur Unfallstelle kam, fand sie einen Kater und eine Katze mit schwersten Verletzungen vor.  Sie verbrachte beide Tiere in das Tierärztliche Zentrum Quernheim. Der Kater war bereits seinen Verletzungen erlegen, die schwerverletzte Katze musste dort von ihren Leiden erlöst werden. Ein derartiger Einsatz ist auch für erfahrene Pflegekräfte eine große psychische Belastung.

Weiterhin kommen zur Zeit viele Katzenkinder in unsere Obhut. Sie sind zum Teil verwaist oder schwer krank.

Es gibt aber auch Fälle, in denen eine Katzenmutter samt Nachwuchs im Tierheim einzieht, wie zum Beispiel Taja und ihre vier Kitten Thadeus, Togo, Tornado und Turbo, die plötzlich in einem Garten in Enger aufgetaucht waren. All diese „Felle“ verursachen hohe Tierarzt- und Futterkosten.

Die Anzahl der Abgabetiere nimmt ebenfalls nicht ab. Beispielsweise kamen die Nymphensittiche Coco und Andora zu uns, da ihr Besitzer verstorben war und sich keiner von den Angehörigen um die fröhlichen Krummschnäbel kümmern wollte. Für sie suchen wir ein passendes Zuhause.

Ein nicht ganz alltägliches Fundtier kam am 11.08.18 zu uns. In Hiddenhausen-Sundern wurde ein männliches Baum-Streifenhörnchen (Tamiops Swinhoei) aufgegriffen. Nach Angaben der Finder flitzte der flinke Nager durch eine offene Tür ins Haus. Wer vermisst den Winzling oder kann ihm ein artgerechtes Zuhause bieten? Baumstreifenhörnchen werden paarweise oder in Gruppen gehalten und benötigen eine große Voliere, die eine Höhe von 2 Meter haben muss.

Tierfreundinnen und Tierfreunde können unsere wichtige Arbeit durch Spenden unterstützen. Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:

Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.

(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben). Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

Tierschutzverein Herford e.V.

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