Pressemitteilung Februar 2020

Der Tierschutzverein Herford e. V. appelliert an die Katzenhalter der Region, ihre unkastrierten Tiere schnellstmöglich von einem Tierarzt unfruchtbar machen zu lassen, um der Lösung des Katzenproblems wieder ein Stück weit näher zu kommen. Im gesamten Kreis Herford besteht seit Juli 2011 die Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen. Katzenhalter, die ihre Tiere nicht rechtzeitig kastrieren lassen, müssen mit Sanktionen der Ordnungsbehörden rechnen. Tierfreunde, die sich um verwilderte Hauskatzen kümmern, oder die festgestellt haben, dass sich sogen. "Wildlinge" auf ihrem Grundstück angesiedelt haben, werden gebeten, sich beim Tierschutzverein Herford e. V. oder einem anderen Mitgliedsverein der "ARGE Tierschutz für den Kreis Herford" zu melden, damit die Katzen und Kater eingefangen und kastriert werden können.
Die einzige wirksame Methode zur Bestandsregulierung ist, wie sich gezeigt hat, die rechtzeitige Kastration von Katzen und Katern. Der Monat Februar eines Jahres bietet sich für diesen Eingriff besonders an, da die im Vorjahr geborenen Jungtiere allesamt alt genug sind, um von einem Tierarzt unfruchtbar gemacht zu werden.
Der Tierschutzverein Herford appelliert dringend an alle Katzenhalter der Region, ihre Tiere umgehend bei dem Tierarzt ihres Vertrauens zur Kastration anzumelden, falls dies noch nicht geschehen ist.  

Katzenhalter, die sich ihrer Verantwortung nicht bewusst sind und die Verordnung ignorieren, können großen Ärger mit den Behörden bekommen. Die Ordnungsämter können in solchen Fällen Ersatzvornahmen veranlassen, was für die Uneinsichtigen teuer werden kann.
Gerade in ländlichen Bereichen kursieren auch immer noch zahlreiche Ammenmärchen wie z. B. dass kastrierte Katzen und Kater keine Mäuse fangen, was natürlich völliger Unsinn ist. Das Gegenteil ist der Fall, da Mieze und Peter dann keine anderen „Hobbys“ mehr haben. Selbst der erste und einzige Wurf jeder Katze ist zu viel. Wir denken schon wieder mit Schrecken an die Wochen und Monate, in denen wir täglich Katzenbabys aufnehmen müssen, die oft wie Müll entsorgt wurden und mehr tot als lebend sind, wenn sie in unsere Hände kommen. Jeder Katzenhalter, der seine Tiere nicht kastrieren lässt, macht sich mitschuldig am grausamen Schicksal der heimatlosen Samtpfoten. Im Jahr 2019 musste der Tierschutzverein Herford e. V.  215 Katzen in Obhut nehmen, darunter mehrere tragende Mutterkatzen und mutterlose Katzenbabys, die mit der Flasche aufgezogen werden mussten.

Im Tierheim Bünde warten viele Stubentiger auf die richtigen Menschen, die ihnen ein lebenslanges Zuhause geben können, wie z. B. Gulliver. Gulliver kam im Juni 2019 als wenige Tage altes Waisenkind in eine Pflegestelle des Tierschutzvereins Herford e. V. Dort wurde er liebevoll mit der Flasche aufgezogen. Er ist sehr menschenbezogen und sucht ein Zuhause bei Katzenfreunden, die über eine katzengerechte Wohnung verfügen. Er ist innerartlich gut sozialisiert und sollte aus diesem Grunde nicht als Einzeltier gehalten werden. Er ist entwurmt, geimpft, kastriert, tätowiert und gechipt.

Kater Nils kam als Fundtier ins Tierheim und wurde von seinem Besitzer nicht wieder abgeholt. Er ist ca. 2015 geboren, verspielt und verschmust und für jeden Spaß zu haben. Auf dem 2. Foto ist er unser „Weihnachts-Model“. Bei Artgenossen entscheidet die individuelle Sympathie. Nils sollte in ein Zuhause  weit ab stärker befahrener Straßen umziehen, damit er möglichst gefahrlos Ausflüge in die Umgebung unternehmen kann.

Die junge Katzendame Bella ist im Mai 2019 geboren und inzwischen nicht nur entwurmt und geimpft, sondern auch kastriert und gekennzeichnet. Auch sie ist sehr anhänglich.  Sie sucht einen Platz in reiner Wohnungshaltung bei Katzenfreunden, am liebsten gemeinsam mit ihrer Schwester Bini.

Katzenmutter Henny kam mit ihren 5 winzigen Babys im Juli 2019 ins Tierheim. Ihre Tochter Hetty und ihre Söhne Humphrey, Harry, Hugo und Harvey haben inzwischen tolle Zuhause gefunden. Nachdem die Kinder ausgezogen sind, sucht Henny nun für sich selbst ein neues Domizil. Henny ist ca. 2015 geboren und liebt Streicheleinheiten und Leckerchen. Sie ist eine Einzelprinzessin und möchte in Zukunft so wohnen, dass sie ohne großes Risiko draußen Spaziergänge unternehmen kann.


Der American Staffordshire Terrier Sammy wurde am 14. November 2018 von der Polizei bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt. Es dauerte fast ein Jahr, bis die Übereignungserklärung seines Vorbesitzers, der im Gefängnis sitzt, vorlag. Jetzt endlich darf Sammy vermittelt werden. Der stattliche Rüde ist am 01.11.2012 geboren. Er ist selbstbewusst und souverän  und sehr liebenswert. Er gehört allerdings in die Hände erfahrener Hundefreunde, die entsprechend durchsetzungsfähig sind. Seine neuen Menschen sollten über ein sicher eingezäuntes Grundstück verfügen. Nach dem Landeshundegesetz NRW ist er ein sogen. „Anlage-1-Hund“, für den eine ordnungsbehördliche Haltungserlaubnis erforderlich ist.

Für unsere zahlreichen Tierheimbewohner, insbesondere für unsere tierischen Sorgenkinder werden Paten gesucht, die durch Spenden helfen, Kost, Logis und medizinische Versorgung der Vierbeiner sicherzustellen. Entsprechende Vordrucke sind im Tierheim und auf unserer Homepage erhältlich.
Tierfreundinnen und Tierfreunde können die wichtige Arbeit der Tierschützer auch durch eine einmalige Spende unterstützen. Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:
Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.
(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben).
Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

Tierschutzverein Herford e.V.
Renate Siekkötter

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