Pressemitteilung März 2020

Zu Beginn des Frühlings holen sich viele Menschen Frühlingsblumen ins Haus, entweder als Topfpflanzen oder als bunte Sträuße. Tierhalter sollten hier große Vorsicht walten lassen, da alle Frühblüher wie z. B. Primeln, Osterglocken, Schneeglöckchen, Hyazinthen und Tulpen mehr oder weniger giftig für Hunde, Katzen, Nager und Vögel sind. Wer Tiere im Haus hat, sollte auf derartigen Blumenschmuck verzichten oder ihn so plazieren, dass er für Vierbeiner und Gefiederte absolut unerreichbar ist. Besonders gefährdet sind Wohnungskatzen und junge Hunde.

Aufgrund der veränderten Klimabedingungen beginnt die Fortpflanzungsperiode der frei lebenden Tiere in diesem Jahr noch früher als sonst. Die Feldhasen haben bereits Nachwuchs, ebenso die Eichhörnchen und mehrere andere Tierarten. Die Vögel sind mit Feuereifer dabei, ihre Nester zu bauen.

Der Tierschutzverein Herford e. V. kümmerte sich im vergangenen Jahr um 140 Wildtiere. Auch in diesem Jahr sind bereits mehrere Tierkinder wie z. B. Eichhörnchen und junge Feldhasen in die Obhut der Tierschützer gekommen. Leider werden junge Feldhasen besonders häufig Opfer falsch verstandener Tierliebe und als vermeintliche „Waisenkinder“ von besorgten Tierfreunden eingesammelt. Viele Menschen wissen nicht mehr, dass es zur Überlebensstrategie dieser Tierart gehört, dass die Mutter nur ein- bis dreimal täglich ihre Jungen zum Säugen aufsucht und diese die meiste Zeit alleine sind. Für alle Hunde- und Katzenbesitzer sollte es ab sofort oberstes Gebot sein, Bello und Mieze in den nächsten Monaten sehr intensiv zu beaufsichtigen und zu betreuen, um die vierbeinigen und gefiederten Eltern und Kinder nicht zu beunruhigen. Wildtiere können nicht unterscheiden, ob sich ihnen ein „der-tut-nix-Hund“ nähert oder ob der Vierbeiner ihnen an den Kragen gehen will.

Sie werden in jedem Fall in Todesangst versetzt, wenn freilaufende Hunde über Felder und Wiesen toben. Jeder Tierhalter, der sich für einen Tierfreund hält, sollte großes Interesse daran haben, die Kinderstube von Mutter Natur nicht zu stören. Der Tierschutzverein Herford e. V. richtet einen dringenden Appell an alle Hunde- und Katzenhalter, auf die ohnehin stark gebeutelten Wildtiere größtmögliche Rücksicht zu nehmen.

Neues aus dem Tierheim:

Aslan:

Das Kaninchenböckchen Aslan wohnt bei uns im Tierheim Bünde und warte auf ein neues Zuhause. Aslan ist 2019 geboren. Er ist kastriert und durchgeimpft und möchte gerne zu Kaninchenfreunden umziehen, entweder zu einer netten Kaninchendame oder in eine Kaninchengruppe.

Das neues Domizil muss allerdings zunächst noch in Wohnungshaltung sein, denn der kleine Mümmelmann ist an die teilweise noch recht winterlichen (vor allem nächtlichen) Temperaturen nicht gewöhnt und hat dafür kein entsprechend dickes Fell entwickelt.

Wenn die Temperaturen wieder angestiegen sind, freuen er sich natürlich sehr, wenn er ihre Nasen in die Sonne recken und draußen rumrennen, hoppeln und springen kann.

Uli und Sally:

Unser Grautiger "Uli" und seine Freundin "Sally" suchen gerne zusammen ein Zuhause in Wohnungshaltung. Die beiden sind im Sommer `19 geboren und hängen sehr aneinander. Sie sind sehr aufgeschlossen und verschmust. Sally leidet unter leichtem, chronischen Schnupfen, welcher aber medizinisch abgeklärt wurde und ihr bisher keine Schwierigkeiten bereitet. Sie sind kastriert und geimpft und würden sich über Besuch, während unserer Öffnungszeiten, freuen.

Scotty und Sylvester:

Sie gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen, nur ein winzig kleiner weißer Fleck am Kinn und an der Schulter unterscheidet die beiden Samtpfoten. Scotty und Silvester sind 2017 geboren und sind zwei bildhübsche und große stattliche Kater. Die Geschwister haben bisher nur Pech gehabt und mussten unverschuldet nach Vermittlung zurück ins Tierheim ziehen. Die beiden sind zunächst etwas zurückhaltend und brauchen einige Zeit um Vertrauen zu fassen. Nun suchen sie ein neues Zuhause in Wohnungshaltung wo sie zusammen einziehen können, denn die zwei hängen sehr aneinander. Weitere Artgenossen sollten in ihrem neuen Heim allerdings nicht wohnen.

Marlon:

Marlon wurde am 15.12.2018 in der Eschstraße in Bünde von einer Spaziergängerin aufgegriffen und zu uns in das Tierheim gebracht. Auch nach etlichen Tagen wurde der Pitbull Terrier-Rüde offensichtlich von niemandem vermisst. Das schwarz-weiße Energiebündel sucht immer noch ein neues Zuhause. Er ist freundlich und möchte körperlich sowie geistig ausgelastet werden. Alleine bleiben mag Marlon nicht, und neigt dazu "die Wohnung umzudekorieren". Dies müsste man mit ihm noch geduldig trainieren, damit er dieses Verhalten ablegt. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Der absolut liebenswerte Hund präsentiert sich in seiner Box während der Besuchszeiten im Tierheim leider sehr unvorteilhaft, interessierte Liebhaber der Rasse sollten sich dadurch aber nicht abschrecken lassen, sondern sollten Marlon näher kennen lernen.
Das neue Zuhause sollte hoch genug eingezäunt sein, denn Marlon springt nicht nur weit über einen Meter aus dem Stand hoch, auch "normale Zäune" sind für ihn kein Hindernis.
Marlon fällt unter die Bestimmungen des Landeshundegesetzes NRW und darf nur an Hundefreunde mit einer entsprechenden ordnungsbehördlichen Haltungserlaubnis vermittelt werden.

Für unsere vielen vierbeinige Sorgenkinder im Tierheim werden Paten gesucht, die durch Spenden helfen, Kost, Logis und medizinische Versorgung der Vierbeiner sicherzustellen. Entsprechende Vordrucke sind im Tierheim und auf unserer Homepage erhältlich.

Tierfreundinnen und Tierfreunde können die wichtige Arbeit der Tierschützer auch durch eine einmalige Spende unterstützen. Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:

Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.

(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben).

Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

Tierschutzverein Herford e.V.
Renate Siekkötter

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