Pressemitteilung März 2021

Corona-Pandemie, Afrikanische Schweinepest, Geflügelpest – und noch immer ist der Mehrheit der Menschen nicht klar geworden, dass sie ihr Verhalten gegenüber dem Mitgeschöpf Tier grundlegend ändern und als erste Maßnahme ihren Konsum an Fleisch, Milch und Eiern drastisch reduzieren muss. Die tierquälerische Massentierhaltungen in der konventionellen Landwirtschaft sind besonders anfällig für Seuchen und wenn hier nicht eine Kehrtwende erfolgt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein weiterer tierischer Virus mutiert, und bei den Menschen die nächste Pandemie auslöst. In Russland ist ja bereits eine weitere auf den Menschen übertragbare Variante der Geflügelpest/Vogelgrippe aufgetreten. Wie lange wollen Politiker, Agrar- und Fleischindustrie, sowie Lebensmittelkonzerne ihren verantwortungslosen Kurs weiterfahren? Was muss noch alles passieren, bis der Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft und bei den Lebensmittelkonzernen endlich eingeleitet wird?

Da es auf Ostern zugeht wollen wir uns heute mit dem Thema Eier befassen. Immer noch werden jährlich allein bei uns in Deutschland 40 – 50 Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen getötet. Diese grausame Vorgehensweise soll bis Ende des Jahres verboten werden. Ab 2022 soll es zwei Methoden geben, das Geschlecht der Küken schon nach wenigen Tagen im Ei zu bestimmen. Männliche Eier können dann aussortiert und vernichtet werden. Ab 2025 soll das Töten von Embryonen nach dem sechsten Bruttag verboten werden, da die Tiere ab da Schmerz empfinden. Bereits jetzt haben Verbraucher die Möglichkeit, Eier ohne Kükentöten zu kaufen. Diese sind einige Cent teurer als herkömmliche Eier, sollten aber für jeden Tierfreund ein Muss sein. Die Biobauern halten entweder „Zweinutzungshühner“, die sich zur Mast und zum Eierlegen eignen, andere ziehen männliche Küken von Legehennen auf. In den Supermärkten der Region (Marktkauf und Edeka) gibt es zum Beispiel Bioeier ohne Kükentöten von Demeter, Alnatura, Haehnlein und Spitz & Bube (Rewe).

Jeder kann seinen Eierkonsum reduzieren, indem er zum Kochen und Backen Ei-Ersatz-Produkte verwendet. Je nach Rezept eignet sich Apfelmus, Bananen, Kichererbsenmehl, Sojamehl und Ei-Ersatz-Pulver. Viele entsprechende rezepte sind im Internet zu finden.

Osterfeuer

Die Aktiven des Tierschutzvereins Herford freuen sich sehr, dass in diesem Jahr die Osterfeuer erneut ausfallen und somit das „Rösten“ von Igeln und anderen Wildtieren unterbleibt. Auch in Zukunft sollten Osterfeuer drastisch eingeschränkt werden. Eine unrühmliche Position nehmen die Kommunalpolitiker der Gemeinde Kirchlengern ein, die offensichtlich weiterhin 47 Osterfeuer genehmigen wollen. Wir unterstützen die Forderung des NABU, weil sie zeitgemäß, logisch und vernünftig sind. Wir können nicht nachvollziehen, dass Kirchlengerns Politiker die Veränderungen und Erkenntnisse in den Bereichen Tier-, Natur- Umwelt- und Klimaschutz weiterhin ignorieren wollen. Unser Vorschlag wäre, ein Brauchtumsfeuer je Ortsteil, anstelle von 47 „Brandherden“.

Neues aus dem Tierheim:

Das Tierheim Bünde ist seit dem 16.03.2020 für Besucher geschlossen. Die Tierschützer haeben mit erheblichen finanziellen Verlusten zu kämpfen, z. B. Durch den Wegfall der Tage der offenen Tür. Auch Anfang Mai 2021 kann es keinen Tag der offenen Tür im Bündere Tierheim geben.

Bei der Tiervermittlung ist zwar ein größerer organisatrischer und zeitlicher Aufwand erforderlich, aber es funktioniert gut. Allein indiesem Jahr konnten bereits 54 Kleintiere, Katzen und Hunde (Stand 04.03.2021) in gute neue Zuhause umziehen.

Nachfolgend stellen wir einige unserer Schützlinge vor, die noch Menschen zum Liebhaben suchen.

 

Pia und Polly

Die beiden Samtpfoten sind im August 2020 geboren, die schwarze Pia und die schwarz-weiße Polly sind in einer Pflegestelle aufgewachsen und sind vor Kurzen in das Tierheim umgezogen damit sie in ein neues Zuhause vermittelt werden können. Die beiden Teens sind sehr lebhaft und suchen ein gemeinsames neues Domizil in Wohnungshaltung.

 

 

Diva:

Die bildhübsche Scotish Fold-Katzendame kam als Fundtier in unsere Obhut und es hat sich niemand gemeldet der sie vermisst. Sie ist ca. 8 Jahre alt und sucht ein neues Zuhause als Einzelkatze in Wohnungshaltung.

 

 

Enja:

Enja wurde als Fundtier ins Bünder Tierheim gebracht. Sie ist ca. anderthalb Jahre alt und absolut liebenswert. Ob Enja in Wohnungshaltung zufrieden ist oder ob sie in eine geeignete  Freilaufstelle vermittelt werden sollte, muss noch entschieden werden.

 

Wellensittig Lara:

Der offensichtlich noch ganz junge kleine Wellenflieger kam als Fundtier zu uns. Es hat sich niemand gemeldet der ihn vermisst. Nun soll Lara ein neues Zuhause bei Tierfreunden bekommen, wo bereits schon mindestens ein Artgenosse vorhanden ist. Wellensittiche sind sehr soziale Tiere und sollten daher mindestens paarweise oder in Gruppen gehalten werden. Dazu benötigen sie ausreichend Platz zum Fliegen und abwechslungsreiche Beschäftigung für ein glückliches Vogelleben. Wo ist noch ein Plätzchen frei?

 

 

Da dem Tierschutzverein Herford e.V. und dem Tierheim Bünde bedingt durch die anhaltende Corona-Situation weiterhin etliche Einnahmen wegbrechen, bitten wir um Spenden-Überweisungen auf unser Konto bei der Sparkasse Herford

IBAN DE45 4945 0120 0000 0414 00.

Für unsere vierbeinigen Sorgenkinder werden weiterhin Paten gesucht.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich und hoffen, dass alle gesund bleiben!

Tierschutzverein Herford e.V.
Renate Siekötter

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