Pressemitteilung Ostern 2020

1. Osterfeuer

Öffentliche und private Osterfeuer sind im gesamten Kreis Herford in diesem Jahr verboten. Hiervon profitieren viele Singvögel wie zum Beispiel Rotkehlchen, Zaunkönige, Heckenbraunellen und Amseln, da das Brutgeschäft bei vielen Arten schon im vollen Gange ist und zahlreiche Jungvögel sonst ein Opfer der Flammen geworden wären. Außerdem werden nun Igel, andere Kleinsäuger und Kröten ebenfalls nicht „lebend geröstet“. Aus dem Grünschnitt, den viele Gartenbesitzer jetzt nicht anderweitig entsorgen können, kann man eine Benjeshecke oder eine Igelburg bauen und somit im eigenen Garten ein kleines Naturschutzprojekt realisieren.

2. Ostereier

Zur Zeit werden in Deutschland pro Jahr rund 50 Millionen männliche Eintagsküken geschreddert oder vergast, da die Aufzucht sich nach Ansicht der Eierproduzenten nicht lohnt. Das gilt leider auch für viele Bioeier-Betriebe. Wer auf den Verzehr von Ostereiern nicht verzichten möchte, sollte beim Einkauf darauf achten, dass die Eier nur aus Betrieben stammen, die sich gegen das Töten der männlichen Küken entschieden haben. Dazu gehören zum Beispiel Bioeier der Marke „haehnlein“, „Alnatura“ und „Demeter“, die in Supermärkten die zur Edekagruppe gehören, verkauft werden. Aber auch bei Penny, Rewe und anderen Supermärkten sind Eier ohne Kükentöten erhältlich (Herzbube, Spitz und Bube).

Zum Backen und Kochen gibt es viele pflanzliche Ei-Alternativprodukte, wie zum Beispiel Apfelmus kombiniert mit Pflanzenöl und Backpulver, Bananen oder Soja- und Kichererbsenmehl. Es gibt aber auch fertige Ei-Ersatzprodukte zu kaufen. Weitere Informationen und Rezepte für veganes Rührei kann man im Internet nachlesen.

3. Ostermenü

Beim Ostermenü sollten Verbrauchen bedenken, dass es inzwischen viele Möglichkeiten gibt, den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern einzuschränken, ohne auf Genuss zu verzichten. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Aussagen des Epidemiologen Oliver Razum, Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, verweisen. Nach seiner Ansicht ist es zwingend erforderlich, die Produktion und den Verbrauch von Fleisch drastisch zu reduzieren, um die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Epidemieausbrüche zu verhindern. Jedem Menschen sollte klar sein: Wer auf derart widernatürliche Weise Nutztiere züchtet und hält, wie es in der konventionellen Landwirtschaft auch in Deutschland gehandhabt wird, darf sich nicht wundern, wenn Viren mutieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis nach der Vogelgrippe weitere tödliche Tierseuchen auf den Menschen überspringen. Man kann nur hoffen, dass die Menschen durch die Corona-Krise wach werden, vor allen Dingen Politiker, Lebensmittelkonzerne und die Agrarindustrie und somit die konventionelle Landwirtschaft. Der längst überfällige Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft muss schnellstens eingeleitet werden.

„Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will!“ - nie war dieses Zitat von Albert Einstein zutreffender als jetzt!

4. Lebende Ostergeschenke

Lebende Tiere gehören nicht ins Osternest. Kaninchenbabys, Hühnerküken und junge Enten und Gänse sind kein Kinderspielzeug, sondern sind leidensfähige Mitgeschöpfe, die nur angeschafft werden sollten, wenn man sie artgerecht halten kann. Gerade in Zeiten der Coronakrise ist die Gefahr von unüberlegten Tieranschaffungen riesengroß. Das gilt auch für Hunde, Katzen und kleine Heimtiere. Viele Menschen haben jetzt Zeit und Langeweile und werden von ihren Kindern permanent mit dem Wunsch nach einem Haustier bombardiert. Eltern sollten aber nur nachgeben, wenn sie selbst das vom Nachwuchs gewünschte Tier als Familienmitglied anschaffen möchten und auch nach Ende der Coronazeiten dafür genug Zeit, Geld und Platz vorhanden ist.

Bedingt durch die Kontaktsperren und weitere Coronavorschriften läuft die Tiervermittlung im Tierheim Bünde zurzeit nur eingeschränkt. Das Tierheim ist für Besucher geschlossen.

Menschen, die sich für die Anschaffung unserer Tiere interessieren, können sich zwecks Terminvereinbarung dienstags und freitags von 15.30- 17.30 Uhr und samstags in der Zeit von 14.30 bis 17.30 Uhr unter der Tel. 05223 – 689576 melden oder auch montags bis samstags von 09.00 bis 11.00 Uhr unter der Handy-Nr. 0170 - 1425 199.

Vorbesprechung und Beratung erfolgen telefonisch. Wenn sich ein oder mehrere geeignete Tiere für den Interessenten in unserem Tierheim befinden, kann ein Termin zum Kennenlernen unter Wahrung der Hygienevorschriften vereinbart werden.

Wie z. B. Für Katzendame Dayna. Sie ist 2019 geboren und sucht ein neues Zuhause in Wohnungs-haltung. Ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Domizil ist der freundliche und aufgeschlossene Kater Lasco. Und dann noch Camillo, ein absoluter Clown der Menschen sucht, die ihn so nehmen, wie er ist. Der schwarze Prinz ist 2018 geboren und möchte gerne in Wohnungshaltung umziehen. Er ist sehr verspielt und sucht die Aufmerksamkeit des Menschen. Daher hat er diesen auch gerne für sich alleine und braucht in seinem neuen Zuhause keine anderen Katzen um sich.

Da dem Tierschutzverein Herford e.V. und dem Tierheim Bünde bedingt durch die derzeitige Situation etliche Einnahmen wegbrechen, bitten wir um Spenden-Überweisungen auf unser Konto bei der Sparkasse Herford IBAN DE45 4945 0120 0000 0414 00.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich und wünschen allen Menschen ein gesundes Osterfest.

Tierschutzverein Herford e.V.

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