Pressemitteilung September 2019

Zum Abschluß der Welttierschutzwoche findet am Sonntag den 06. Oktober 2019 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr der zweite diesjährige Tag der offenen Tür im Bünder Tierheim statt.

Neben Informationen zu aktuellen Tierschutzthemen planen die Tierschützer einen interessanten Rückblick auf die 80-jährige Geschichte des Tierschutzvereins Herford e. V.

Gegen 14.00 Uhr wird die zertifizierte Hundetrainerin Rita Klein in Zusammenarbeit mit Tierheimhunden Problemlösungen bei der Hundeerziehung aufzeigen. Außerdem hält sie mit ihrer Kollegin Britta Hillenbach viele Tipps für Hundehalter bereit. Der Verein Wildtiere OWL informiert über Fragen rund um Wildtier- und Naturschutz. Gabi Jahr wird als Ansprechpartnerin für artgerechte Reptilienhaltung da sein und die Stadt-taubenhilfe Bünde e. V. informiert über Taubenprobleme. Am Info-Stand der Initiative „ZoP“ - Zukunft ohne Plastik können die Besucher alles über Plastik- und somit Müllvermeidung erfahren.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt mit Grillburgern und neuen veganen Leckereien, Kaffee und Kuchen sowie heißen und kalten Getränken. Der Tierschutzverein Herford e. V. lädt an einem veganen Informations- und Probierstand zur Verkostung diverser Speisen ein.

Ein buntes Programm für Jung und Alt mit Glücksrad-Quiz für Kinder, Dosenwerfen, Flohmarkt- und Bücherständen und einer großen Tombola runden die Veranstaltung ab.

Für die geplante Tombola werden noch gerne Sachpreise und Gutscheine entgegen genommen.

Die haupt- und ehrenamtlichen Aktiven freuen sich auf viele interessierte Besucher. 

Neues aus dem Tierheim:

Der zweite Hitzesommer in Folge hat den Bünder Tierschützern viele zusätzliche Sorgen und Probleme bereitet. Die hohen Temperaturen und der damit verbundene Wassermangel machte insbesondere den Wildtieren zu schaffen. Jungvögel erlitten im Nest einen Hitzschlag oder verließen Nistkästen und Nester viel zu früh, konnten aber ohne menschliche Hilfe nicht überleben. Auch um diese Tiere haben wir uns gekümmert und sie liebevoll aufgepäppelt.

Zur Zeit befinden sich 49 Katzenbabys im Bünder Tierheim und in den Pflegestellen des Tierschutzvereins Herford e. V.

Das Jahr 2019 hat den Aktiven besonders viele verwaiste Katzenkinder beschert. Die Kleinen wurden entweder halb verhungert in Gärten gefunden oder Tierfreunden im Karton vor die Haustür gestellt. Die Aufzucht von Flaschenkindern ist ein Fultime-Job und bringt die menschlichen Ersatzmütter an die Grenzen der Belastbarkeit.

Auch mehrere Katzenmütter mit Nachwuchs oder hochtragend sind im Tierheim eingezogen, wie die rote Henny. Ihre Kinderschar besteht aus 4 roten Katerchen und einem kleinen Mädchen in der Farbe tabby-tortie. Die Kitten sind jetzt ca. 8 Wochen alt und somit steht bei ihnen die erste Impfung an.

Ganz dringend auf ein neues Zuhause warten zwei vierbeinige Sorgenkinder: Der creme-rote Kater Oz und der schwarz-weiße Kater Nobby. Beide Tiere sind FIV-positiv und deshalb schwer vermittelbar. Die zwei sind symptomfrei, sollten aber nicht mit FIV-negativen Artgenossen vergesellschaftet werden. Der Britisch-Kurzhaarmischling Oz ist sehr menschenbezogen und möchte mit jedem 2-Beiner schmusen. Der schwarz-weiße Nobby ist anfangs zurückhaltend und muss erst Vertrauen fassen, bevor er sich knuddeln läßt. Oz und Nobby leben zur Zeit in einer „Männer-WG“, könnten aber problemlos getrennt werden, um bei lieben Menschen als Wohnungskatzen einzuziehen.

Besonders häufig werden die kleinen Heimtiere, die für Kinder angeschafft werden, ins Tierheim abgeschoben, ausgesetzt oder einfach zurückgelassen. Zwergkaninchen Molly wurde ausgesetzt, vermutlich weil sie einen Gesäugetumor hatte. Wir haben sie inzwischen erfolgreich operieren lassen. Nun sucht sie ein Zuhause mit netten Artgenossen.

Am 03.09.2019 fand ein Radfahrer in der Nähe des Herforder Senders ein Hauskaninchen. Es handelte sich um ein weibliches Tier der Rasse Deutscher Riese. Nach Rücksprache mit dem Telefondienst des Tierheims fing er das Tier ein und wartete mit der erschöpften Kaninchendame bis eine Tierheimmitarbeiterin vor Ort war und es übernehmen konnte. Das zimtfarbene Langohr wurde auf den Namen Sarabi getauft. Das Kaninchen war in einem sehr schlechten Zustand, abgemagert und mit Bisswunden übersät. Am Oberkörper befand sich ein mandarinengroßer Knubbel, der sich bei der tierärztlichen Untersuchung nicht als Tumor, sondern als riesiger Abszess entpuppte.  Der Abszess entwickelte sich vermutlich durch eine unversorgte Bissverletzung. Der Tierarzt spaltete den Abszess und spülte und klammerte die große Wunde.  Sarabi befindet sich zur Zeit in einer sachkun-digen Pflegestelle. Sobald sie vollständig genesen ist, sucht sie ein passendes Zuhause, weit ab von jeder Bratpfanne.

Für unsere vielen Katzenkinder und unsere vierbeinige Sorgenkinder im Tierheim werden dringend Paten gesucht, die durch Spenden helfen, Kost, Logis und medizinische Versorgung der Vierbeiner sicherzustellen. Entsprechende Vordrucke sind im Tierheim und auf unserer Homepage erhältlich.

Tierfreundinnen und Tierfreunde können die wichtige Arbeit der Tierschützer auch durch eine einmalige Spende unterstützen. Für entsprechende Überweisungen steht das Spendenkonto bei der Sparkasse Herford zur Verfügung:

Spendenkonto: Sparkasse Herford, IBAN: DE45 4945 0120 0000 0414 00.

(Bitte für die Ausstellung der Spendenbescheinigung immer Name und Anschrift im Feld „Verwendungszweck“ angeben).

Ein herzliches Dankeschön geht im Namen unserer Schützlinge an alle Spender.

Tierschutzverein Herford e.V.

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