verhaltensauffällige Hunde

Im Oktober 2008 wurde die „Arbeitsgemeinschaft Tierschutz für den Kreis Herford“ gegründet, in
der sich sieben, im Kreis Herford tätige Tierschutzorganisationen zusammen geschlossen haben,
um die steigenden Herausforderungen im Tierschutz gemeinsam effizient zu meistern. Die Arbeit
und die Projekte der ARGE werden vom Kreisveterinäramt Herford begleitet und unterstützt. Eine
derartige Zusammenarbeit zwischen dem amtlichen und ehrenamtlichen Tierschutz ist wohl
einmalig in Deutschland.

Die Tierschutzvereine im Kreis Herford werden immer häufiger mit Hunden konfrontiert, die mehr
oder weniger stark ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Diese Vierbeiner kommen als
Fund- oder Abgabetiere in die Obhut der Tierschützer oder stammen aus Wegnahmen und
Sicherstellungen der Veterinärbehörden und der Polizei.

In den meisten Fällen liegen die Wurzeln der Fehlentwicklungen im Welpenalter in der Präge- und
Sozialisierungsphase und Schuld daran tragen die Züchter und/oder die Erstbesitzer. Wenn diese
Tiere in den Tierheimen oder Pflegestellen der Vereine landen, blockieren sie oft über einen sehr
langen Zeitraum die Unterbringungskapazitäten. Die Probleme der einzelnen Tiere können sehr
vielschichtig sein und es ist erforderlich, dass die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im
Umgang mit diesen Hunden intensiv geschult werden. Hierdurch kann die Aufenthaltsdauer im
Tierheim und in den Pflegestellen deutlich verkürzt werden.

Häufig sind es nicht die großen Hunde, die Problemverhalten zeigen, sondern die männlichen
Vertreter kleinerer Rassen, wie z.B. Westhighland White Terrier, Jack Russel Terrier, Rauhhaardackel
und Fox Terrier oder entsprechende Mischlinge. Nach erfolgreicher Resozialisierung können
die Hunde an erfahrene Hundehalter vermittelt werden und bekommen so eine zweite Chance.

Die Arbeitsgemeinschaft Tierschutz für den Kreis Herford hat aus vorgenannten Gründen ihr neues
Projekt „Resozialisierung verhaltensauffälliger Hunde im Tierschutz“ ins Leben gerufen. Durch
Vorträge und Seminare sollen die Hundebetreuer im Umgang mit „schwierigen“ Vierbeinern in
Theorie und Praxis geschult werden. Der erste Schritt ist getan, im Juli diesen Jahres fand die erste
Verantstaltung zum Thema „Die Körpersprache des Hundes erkennen und verstehen“ mit 22
Teilnehmern im Kreishaus statt. Anschlussvorträge sind sehr wichtig, um das Wissen zu erweitern
und zu vertiefen. Zur Durchführung von weiteren Tagesseminaren fehlt den Vereinen jedoch das
Geld. Aus diesem Grund werden dringend Sponsoren gesucht, die dieses Projekt der ARGE
unterstützen. Firmen, die das Projekt unterstützen möchten, werden gebeten, mit Renate
Siekkötter vom Tierschutzverein Herford e. V. unter der Tel.-Nr. 0170 – 1425 199 oder per E-Mail
unter info@tierschutzverein-herford.de Kontakt aufzunehmen.

Arbeitsgemeinschaft Tierschutz für den Kreis Herford
Renate Siekkötter

Westhighland White Terrier Anton duldet keine Pflegemaßnahmen und flippt zum Beispiel völlig aus, wenn er gebürstet werden soll.

Er ist einer der schwierigen Vierbeiner, die eine entsprechende Verhaltenstherapie benötigen

li. nach re.: Sandra Hagemeier, Peter Rose, Claudia Beiderwieden, Dr. Tanja Hochstetter, Bianka Meyer, Claudia Schürmann, Dr. Reinhard Zwingelberg, Renate Siekkötter, Kathrin Sander sowie Hund Charly

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